Neurodermitis nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu, so daß einer Schätzung zu Folge mittlerwile schon ca. 6 % aller Kleinkinder daran leiden. Hinzu kommen die Neuerkrankungen in der Pubertät oder im Erwachsenenalter.
Bei der Behandlung von Hauterscheinungen jeglicher Art stößt die Schulmedizin sehr schnell an ihre Grenzen.
Die Leidensgeschichte vieler Neurodermitiker ist ähnlich, bevor sie dann den Weg in meine homöopathische Praxis finden. Üblicherweise beginnt der Arzt mit Fettsalben, die dann, wenn diese keine ausreichende Wirkung zeigen, in kortisonhaltige Präparate übergehen. Manchmal werden als letzte Chance noch Spezialkliniken aufgesucht, die sich häufig auf Diäten spezialisieren, aber dennoch nicht ohne Bäder, Tinkturen oder Salben auskommen.
Einer der Gründe für dieses Vorgehen mag darin liegen, daß es rein schulmedizinisch gesehen keine erkennbare Ursache für Neurodermitis gibt. Oft wird Neurodermitis mit einer Allergie gleichgesetzt, daher wird die Hoffnung in einer Diät gesehen. (Es gibt viele Parallelen, so daß diese Verwechslung naheliegt, aber in keinem ursächlichen Zusammenhang steht)
Andere wiederum empfehlen Bäder und Salben, da sie sich rein auf die Überreaktion der Haut fixieren. Weitere versuchen in der Reinigung des Darms die Heilung zu finden.
Auch gibt es Ansätze über die "psychischen" Auslöser. Eine Verhaltensstörung der Mutter, tiefgreifende Erlebnisse in der Kindheit oder eine zu große Stressbelastung....
All diese Faktoren können ALLEINE nicht die Ursache sein, sonst würde ja jeder Mensch mit hoher Stressbelastung an Neurodermitis erkranken. All diese Ansätze haben zum Teil durchaus ihre Berechtigung und somit eventuell auch einen Anteil oder eine zusätzliche Verschlimmerung der Hautzustände zur Folge. Sie stellen jedoch nicht die Ursache dar, da sie die Gesamtheit der individuellen Symptomatik komplett außer Acht lassen.
Im Rahmen einer klassisch-homöopathischen Konstitutionsbehandlung wird grundsätzlich die Gesamtsituation, Gesamtentwicklung, Vererbungsanteile aus der Familiengeschichte, sowie die psychische Komponente, die aktuellen Lebensumstände UND alle anderen individuellen Symptome und Besonderheiten jedes Einzelnen miteinbezogen. So daß sich daraus die jeweilige URSACHE der Neurodermitis herauskristallisiert und somit ein, auf den jeweiligen Patienten ausgewähltes, spezielles, homöoptahisches Arzneimittel ausgewählt wird. (siehe auch: Homöopathie/Symptome)
Ein individuelles Gesamtkonzept, daß so schon seit über 200 Jahren erfolgreich angewendet wird. (und nicht nach modernsten Erkenntnissen verändert, um dann nach Jahren wieder verworfen zu werden...) Denken wir hier an die genialsten Errungenschaften der modernen medizin, die Jahre später plötzlich als Unsinn, unwahr oder nichtig erklärt werden.
In der Homöopathie gibt es keine Pauschal-Diäten und schon gar keine Behandlung mit "unterdrückenden" Salben oder Tinkturen.
Nur zu oft hat man nach Salbenbehandlungen die Hauterscheinungen besser werden oder sogar verschwinden sehen, aber dadurch wurde die Symptomatik lediglich "verschoben" auf ein anderes Organ. Es entstand zum Beispiel ein Heuschnupfen oder ein Asthma bronchiale oder Verhaltensauffälligkeiten (auch ADHS oder ähnliche) oder die jeweiligen Begleiterkrankungen bestanden bereits und haben sich dadurch verstärkt und manifestiert. Die Beseitigung einzelner Symptome kommt noch lange keiner HEILUNG gleich. (siehe auch Homöopathie/Möglichkeiten)
Leider finden die Betroffenen erst nach diesen ganzen Erfahrungen den Weg zur klassischen Homöopathie.











